Birgit Schönberger: „Vorsicht Atomkraft!“

Birgit Schönberger ist eine Journalistin und Coach.

„Diese potthässliche Blindenbinde sieht aus wie ein Vorsicht-Atomkraft Zeichen!“, hat Birgit Schönberger ihre Biografiepatin sagen hören. Dieser temperamentvollen, durchsetzungsstarken Frau gerecht zu werden, ist ihr ein besonderes Anliegen. Was tut eine, die fast nichts sieht, wenn sie einen Raum betritt? Wie orientiert sie sich? Birgit Schönberger weiß inzwischen, dass ein Blindenstock nicht immer nur hilfreich ist, sondern auch isolieren kann. Denn wer würde eine Frau nach dem Weg fragen, auf deren Arm drei schwarze Punkte auf gelbem Untergrund leuchten?

Die Journalistin in Birgit Schönberger hatte anfangs keine Lust, sich von dieser spannenden Frau wegzubewegen und die Fiktion in ihre Geschichte Einzug halten zu lassen, aber die Herausforderung, etwas Neues auszuprobieren, reizte sie.

Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Romanistik in Freiburg kam Birgit Schönberger nach Berlin und begann ein Volontariat beim Rundfunk Berlin Brandenburg. Mehr als 20 Jahre  arbeitete sie als Radiomoderatorin und Autorin im Kulturbereich. Zwei Bücher mit Kolumnen und Glossen über skurrile Alltagsgeschichten und Familiensituationen stammen aus dieser Zeit. Inzwischen ist sie auf die Printmedien umgestiegen und schreibt über Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung und  Lebensphilosophie für große Zeitschriften. Daneben hat sie eine intensive Weiterbildung in Gestaltberatung- und Coaching gemacht, sie ist es also gewohnt, die richtigen Fragen zu stellen, um einen Menschen zu erfassen.

Das Thema Blindheit hat sie schon früh gepackt. Ihre Arbeit am Radiofeature „Die Kraft der Dunkelheit“ begann sie im naiven Glauben, dass es dunkel wird, wenn man erblindet. Doch ihr blinder Interviewpartner erzählte ihr von zahllosen Grauschattierungen in unterschiedlichen Helligkeiten.

Mit dem Projekt Biografiepaten wollte Birgit Schönberger die Chance nutzen, sich aus dem gewohnten journalistischen Schreiben hinaus in fiktive Welten zu wagen und dabei etwas über das Schreiben an sich und sich selbst zu lernen. Und das nicht ohne Erfolg, in ihrer Geschichte begegnen sich zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und werden damit umso sichtbarer in all ihren Eigenheiten. Wir dürfen gespannt sein auf eine Geschichte, die uns das Temperament und die Stärke einer Person zeigt, die sich kein bisschen als Opfer fühlt.

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