Elisabetta Abbondanza

Ist eine deutsch-italienische Schriftstellerin, Lyrikerin, Drehbuchautorin und Publizistin.

„Wir sehen anders“ hat die junge blinde Biografiepatin zu Elisabetta Abbondanza gesagt und genau das ist es, was sie an diesem Projekt so fasziniert. Sie wollte dieses Anderssehen kennen lernen, auch wenn sie anfangs noch Angst vor der Konfrontation mit der Tatsache des Blindseins verspürte.

Elisabetta Abbondanza hat bis zu ihrem Abitur im 18. Lebensjahr in Italien gelebt und ist dann zum Studium nach Deutschland gekommen, um die deutschen Wurzeln ihrer Familie kennen zu lernen. Die deutsche Philosophie hatte es ihr angetan, deshalb schrieb sie sich in München für Philosophie mit dem Nebenfach Germanistik ein. Nach dem Magisterabschluss wandte sie sich vollends der Germanistik zu und promovierte über einen Briefwechsel zwischen Rudolf Borchardt und Rudolf Alexander Schröder.

Zum Schreiben fand Elisabetta Abbondanza über die Lyrik, die sie nach und nach auch zu Prosatexten sowie Drehbüchern führte. Denn 1999 kam sie nach Berlin, um eine Ausbildung zur Drehbuchautorin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie zu machen. Nach einigen Filmprojekten hatte sie jedoch genug von der Abhängigkeit von Produzenten und entschied sich, Prosa und Lyrik wieder in den Mittelpunkt ihres Schaffens zu stellen. Und das hat sich gelohnt, 3 Gedichtbände von ihr wurden veröffentlicht, in denen sie sich unter anderem mit dem Thema Flucht beschäftigt. Sie fragt sich wie ein Mensch zu der Entscheidung kommt, seine Heimat zu verlassen und arbeitet damit auch ihre eigene Geschichte auf.

Elisabetta Abbondanza interessieren besonders die Wendepunkte im Leben eines Menschen: Warum ändert jemand seine Meinung? Warum verlässt eine Frau ihren Mann? Was bringt Handlungen zum Geschehen? Sie ist oft von den unterschiedlichsten Menschen fasziniert: „Im Gesicht eines Menschen lese ich eine Geschichte und dann schreibe ich sie auf.“ So war es auch mit ihrer Biografiepatin, einer heute sehr starken Frau mit sonnigem Gemüt.

Unsere Autorin hat sich in die Gedanken des jungen Mädchens hineinversetzt, das mit ihrer zunehmenden Erblindung kämpft und gleichzeitig die ersten Erfahrungen einer heranwachsenden Frau macht. Sie erzählt eine Geschichte von Ausgrenzung und Lebensmut und hat die Figur, die sie darin erschaffen hat, so sehr ins Herz geschlossen, dass sie gern erfahren möchte wie sie weiter durch das Auf und Ab ihres Leben gehen wird.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s