Jutta Heinze

Jutta Heinze aus Berlin kam über ihren Beruf als Lehrerin zum Schreiben. Nachdem sie anfänglich als Ausgleich zum Berufsalltag begann eigene Texte zu verfassen, ist sie nun begeisterte Autorin, die sich immer weiter entwickeln möchte.

Jutta Heinze entdeckt gern Neues, wie man an ihrem Lebenslauf unschwer erkennen kann. Nach zehn Jahren Beamtenlaufbahn als Regierungsinspektorin entschied sie sich, noch einmal von vorn zu beginnen und wurde nach einem weiteren Studium Lehrerin in Berlin-Neukölln. An einer Gesamtschule mit reformpädagogischem Ansatz fand sie ihre ersten Impulse, um selbst zu schreiben. Denn nachdem sie die Kinder dafür begeistert hatte, zur Feder zu greifen, konnte auch sie selbst nicht mehr davon lassen. Nach und nach entwickelte sich eine Leidenschaft und inzwischen kann Jutta Heinze auf 15 Jahre Schreiberfahrung zurückblicken, wobei die unter anderem an dem Internet-Schreibportal Mondoli für italienische Kinder mitwirkte. Für sie ist das Schreiben ein Prozess in dem etwas ganz Eigenes, nie aber etwas komplett Abgeschlossenes entsteht, gleich dem Erschaffen einer Malerei: „Das Bild hängt vor dir an der Wand und du kannst es immer weiter vervollkommnen, bist aber nie ganz zufrieden.“ Die Themen für ihre Texte haben ihre Grundlage in ihren Erfahrungen, in ihrer Biografie.

Andreas Brüning entdeckte sie in einer Philosophiegruppe als potenzielle Autorin und musste sie nicht lang überreden sich dieser neuen Herausforderung zu stellen. Das Feld der literarischen Erzählung ist Jutta Heinze bekannt. Einen anfangs noch fremden Menschen zu seiner Biographie zu befragen und in dem was er ihr gibt das Besondere und die Botschaft zu erkennen, war jedoch eine spannende Erfahrung für sie. Denn vieles liegt im Ungesagten zwischen den Zeilen; erst recht, wenn ein Mensch nicht bei der ersten Begegnung seine Karten offen legt, sondern das Vertrauen erst nach und nach entsteht.

Ihren Biographiepaten beschreibt Jutta Heinze als einen rationalen Menschen, der sich viel mit seiner Umgebung auseinandersetzt; der bei seiner Umgebung aneckt oder die Umgebung bei ihm. Als jemand der erst spät erblindet ist, beschäftigt er sich damit, wie die Umwelt ihn wahrnimmt und auf ihn reagiert in der Zeit vor, während und nach seiner Erblindung. Auch das wird Thema im Text von Jutta Heinze sein.

Letztlich konnte unsere Autorin aus der Teilnahme an dem Projekt etwas Wichtiges mitnehmen. Sie ist sensibilisiert worden; sensibilisiert in dem Sinne, dass sie Unwissen und damit Unsicherheiten im Umgang mit sehbehinderten Menschen abbauen konnte. Die Welt eines Menschen ist ihr nähergekommen. Denn das kann Inklusion – durch ein Zerfließen der Grenzen zwischen behindert und nichtbehindert – bewirken: einen selbstverständlichen Umgang miteinander.

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